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ROCK UND POP IM POTT

Eine Multimedia-Reportage zur Ausstellung im Ruhr Museum

DER POTT ROCKT

Von Rock ’n’ Roll und Beat über Krautrock, Punk und Heavy Metal bis hin zu Neuer Deutscher Welle, Techno und Hip-Hop: Noch bis zum 28. Februar 2017 ist im Ruhr Museum auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein die Ausstellung „Rock und Pop im Pott“ zu sehen. Gezeigt werden rund 1.500 Exponate aus 60 Jahren Musikgeschichte im Ruhrgebiet. In dieser Reportage kommen mit Frida Gold, Jürgen Pluta, SODOM, Nino Malfeld und Klaus Fiehe von Geier Sturzflug fünf Größen der Musikszene im Revier zu Wort. So sehr die Interpreten sich in ihren Musikstilen auch unterscheiden, haben sie eines gemeinsam: Sie alle sind im Ruhrgebiet fest verwurzelt und ein Teil der Ausstellung im Ruhr Museum. In den fünf Kategorien dieser Reportage – Band, Plattencover, Instrument, Location und Song – erzählen sie ihre ganz persönliche Geschichte.

BAND: FRIDA GOLD

Elektro-Pop aus Hattingen

„Wir sind zuhaus“ lautet der Titel der neuen Single von Frida Gold. Für Sängerin Alina Süggeler und Gitarrist Andi Weizel ist Zuhause vor allem ein Gefühl. Das Gefühl, bei den Menschen willkommen zu sein, die ihnen am nächsten stehen. Zuhause kann aber auch ein Ort sein – Hattingen und Essen, die Heimat von Alina und Andi, oder auch Bochum. Dort lebten sie in der Entstehungsphase der Band. „Das Ruhrgebiet hat uns die Erdung gegeben, die wir gebraucht haben, um uns als Band Frida Gold zu finden“, sagt Alina. 2011 gelang der Band mit der Elektro-Pop-Hymne „Wovon sollen wir träumen“ der nationale Durchbruch, im Spätsommer 2016 soll das neue Album erscheinen.

PLATTENCOVER: SODOM „M 16“

Statement gegen den Krieg

Jahrzehntelang wurde das Ruhrgebiet durch die Schwerindustrie geprägt. Harte Arbeit, dicht bevölkerte Großstädte und Industrie bestimmten das Leben damals. Seit Anfang der 1980er-Jahre liefert Heavy Metal den passenden Soundtrack dazu: metallisch, rau und auf den Punkt gespielt. Metal-Band der ersten Stunde und bis heute weltweit erfolgreich ist SODOM aus Gelsenkirchen. 2001 erschien das Album „M 16“, das den Vietnamkrieg thematisiert. Das aufwendig gestaltete Album-Cover zeigt einen Soldaten, der ein menschliches Skelett trägt. Frontmann Tom Angelripper und Designer Axel Hermann sind sich einig: Das Cover von „M 16“ ist ein klares Statement gegen den Krieg.

INSTRUMENT: BASSGITARRE

Schmuckstück mit vier Saiten

Seit 1967 ist der Fender Bass, der auch in der Ausstellung „Rock und Pop im Pott“ zu sehen ist, in Besitz von Jürgen Pluta. Der Musiker aus Bottrop kaufte damals das Instrument für nach heutigen Maßstäben schlappe 600 D-Mark. Seitdem begleitet der Bass Jürgen Plutas musikalische Karriere – angefangen bei der Band „Prosper 1“ über die europaweit erfolgreiche Rockgruppe „Wallenstein“ bis hin zu seinen heutigen Projekten mit dem Bottroper DJ Da Hool und seiner eigenen Band 4x4. Verkaufen würde Pluta das Schmuckstück niemals. „Den Fender Bass nehme ich mit ins Grab“, so der Bottroper, der heute hauptsächlich als Produzent unterwegs ist. 2013 landete er mit seinem in Zusammenarbeit mit LL Cool J, Eddie Van Halen und Travis Barker entstandenen Track „We´re the Greatest“ auf Platz 23 der offiziellen amerikanischen Billboard Charts.

LOCATION: VESTLANDHALLE

Mekka der Beat-Musik

Kaum jemand kennt die Vestlandhalle in Recklinghausen so gut wie der Sänger Nino Malfeld. Das sympathische „Ruhrgebiets-Original“ hat hier schon unzählige Konzerte gespielt. Angefangen hat alles in den frühen 1960er-Jahren mit der Rock ’n’ Roll-Band „Nino and the rockin’ teens“: Damals schwappte die Beat-Welle aus England auch nach Deutschland über und die heute deutlich in die Jahre gekommene Vestlandhalle erlebte ihre aufregendsten Zeiten. Junge Menschen – darunter Nino Malfeld, vor allem aber der damalige Jugendpfleger Kurt Oster – holten die bekanntesten Bands aus aller Welt ins beschauliche Recklinghausen, dem „Mekka der Beat-Musik“.

SONG: BRUTTOSOZIALPRODUKT

Geier Sturzflug mit Aufwind

Ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, ... – diese Songzeile kann wohl fast jeder in Deutschland weiterführen. Aber nur wenige können es besser als Klaus Fiehe. Der heute 59-jährige Radiomoderator war Saxophonist in der Bochumer Band Geier Sturzflug, die 1983 mit „Bruttosozialprodukt“ ihren größten Erfolg feierte: Platz 1 in Deutschland, Österreich und der Schweiz, über 600.000 verkaufte Singles, Auszeichnung mit der Goldenen Schallplatte. Dabei wurde der Song, der zu den erfolgreichsten Hits der Neuen Deutschen Welle gehört, oft als politisch motiviert missverstanden. Laut Fiehe tut er nur eines: die Arbeitsmoral der Deutschen aufs Korn nehmen.

ROCK UND POP IM POTT

Besucherinfo zur Ausstellung

Zeit: bis 28. Februar 2017
Öffnungszeiten: Mo bis So 10 – 18 Uhr, 24., 25. und 31.12. geschlossen
Eintritt: 7 €, erm. 4 €, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
Gruppenführungen: 90 Minuten, 70 € zzgl. Eintritt, Schüler- und Studierendengruppen 50 € bei freiem Eintritt, max. 20 Teilnehmer,
Fremdsprachen auf Anfrage
Öffentl. Führungen: Do & Sa 11 Uhr, So 13 Uhr, 3 € zzgl. Eintritt
Ort: Ruhr Museum, UNESCO-Welterbe Zollverein,
Areal A [Schacht XII], Kohlenwäsche [A 14]
Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen
www.ruhrmuseum.de
facebook.com/ruhrmuseum
twitter.com/ruhrmuseum
instagram.com/ruhrmuseum
#rupip
Auch interessant: Porträt von Frida Gold in der Metropole Ruhr
Artikel über die Sonderausstellung im ZOLLVEREIN® Magazin

IMPRESSUM

Herausgeber:
Stiftung Ruhr Museum
Fritz-Schupp-Allee 15
45141 Essen

Verlag, Entwurf und Realisation:
Markt1 Verlagsgesellschaft mbH
Markt 1, 45127 Essen
Fon: +49(0)201 1095-0
www.markt1-verlag.de

Chefredaktion:
Guido Schweiß-Gerwin (V.i.S.d.P.)

Text und Konzeption:
Jessica Buschmann, Ann-Cathrin Loose, David Nienhaus

Grafik, Bild und Film:
Stefan Funke, CP/COMPARTNER; Volker Wiciok, Lichtblick – Visuelle Medien

Technische Realisation, Programmierung:
André Godunov, CP/COMPARTNER

Urheberrechtsnachweise:
Bilder: Cover „M16“ – Axel Hermann, Foto Vestlandhalle – Nino Malfeld, Foto Prosper I und Wallenstein – Jürgen Pluta; Repro: Rainer Rothenberg, Cover „Light My Fire“ – Benjamin Wolff & Hans Hammers Jr.; Headcharge (Artwork), Cover „Authentic“ – Le Ann Mueller for Weiss Artists; David Alan Kogut (Art Direction / Package Design)

Videoclip „Wir sind zuhaus“: Danke an Frida Gold für das Foto- und Video-Material „Wir sind zuhaus“ courtesy of Warner Music Group Germany GmbH

Konzertausschnitte Sodom: Danke an WDR-Rockpalast für die Ausschnitte des SODOM-Konzerts beim Rock Hard Festival 2016

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